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Fotoreportage über den Aufbau eines Wohnblockhauses

Bausatzhäuser, auch Selbstbauhäuser genannt, sind die preisgünstigste Variante, um zu einem eigenen Haus zu kommen. Vom Bauherrn wird natürlich erwartet, dass er keine zwei linken Hände hat, dass er mit diesen Händen zupacken kann und dass ihm auch Bauhelfer zur Verfügung stehen. In der nachfolgenden Fotoreportage, entnommen dem Portal des Herstellers www.sweethome.dk, werden die Arbeitsschritte der Selbstbauweise eines Wohnblockhauses demonstriert. Ein Wohnblockhaus ist ein Bausatzhaus fast im wörtlichen Sinne, denn die Bohlen werden Stück für Stück zusammengesetzt.

Die Fotoreportage ist auch noch aus anderem Grund interessant: Das Haus wurde bei Schnee und Schlechtwetter "ruck-zuck" aufgebaut. Nach wenigen Stunden konnten schon die Dachbinder aufgestellt werden, am nächsten Tag Dachfolie, Konterlatten und Dachlatten aufgebracht werden. Damit war das Dach schon regendicht. Doch alles der Reihe nach!
Lieferung Aufbaupakete
Um 7.00 Uhr werden die Aufbaupakete angeliefert und vom LKW so auf die Sohle (also die Bodenplatte bzw. die Kellerdecke) gelegt, dass zügig angefangen werden kann.
Fertig montierte Dachbinder
Die fix und fertig montierten Dachbinder sind gleich mitgeliefert worden und werden für ein paar Stunden auf dem Grundstück abgelegt.
Horizontalsperre
Ob Mauersteine oder Holzbohlen - bevor die Wände hochgezogen werden, muß eine Horizontalsperre angelegt werden. Während dessen sind Helfer damit beschäftigt, die Pakete auszupacken.
Feuchtigkeitssperre
Die Feuchtigkeitssperre wird noch verlegt (rechts außen), ein anderer Bauhelfer legt die untersten Bohlen für die Montage zurecht. Viele Schritte erfolgen also gleichzeitig.
Unterste Bohlenreihe
Der LKW ist noch nicht ganz abgeladen, da liegt die unterste Bohlenreihe schon auf der Horizontalsperre. Falsch gemacht werden kann praktisch nichts, da alle Teile nummeriert und aufeinander abgestimmt sind.
Nagelplatten
Diese Vorplanung beinhaltet auch, dass in jeden Bohlenstoß - also da, wo die Bohlen aufeinander stoßen - ein Holzplättchen gesetzt und mit Nagelplatten fixiert wird, um Winddichtigkeit und Stabilität zu erhalten.
Fußschwellen
Die ersten vier Bohlen-Lagen sind verlegt, dann werden schon die Fußschwellen eingebaut. Diese bilden den konstruktiven Unterbau für das tragende Ständerwerk (Ständer = senkrechte Balken).
Erste Umrisse
Der LKW ist gerade eben fortgefahren, da kann man schon die Umrisse des Wohnblockhauses erkennen.
Markante Eckverbindungen
Typisch für ein Blockbohlenhaus sind die markanten Eckverbindungen. Jeder Hersteller hat sein eigenes Bohlenprofil. Dieses hier ermöglich einen schnellen Aufbau.
Das Haus wächst
Was eben noch als gewaltige Stapel an Baumaterial erschienen ist, wird zusehends weniger. Der Bauherr und seine Helfer sehen, wie das Haus wächst und alle haben ein gutes Gefühl.
Tür- und Fensteröffnungen
Nun sind schon die Tür- und Fensteröffnungen zu erkennen. Diese sind natürlich auch werkseitig vorgefertigt.
Kontrollen
Kontrolle ist wichtig! Hier zeigt sich, wie genau gearbeitet wurde und ob irgendwo nachgebessert werden muss.
Nach einem Tag...
Der erste Tag geht zur Neige, die vorerst letzten Bohlen werden geschichtet. Und die Nachbarn auf der Baustelle, wo Stein auf Stein gemauert werden muss, kommen aus dem Staunen nicht heraus.
Einbau Luftschicht
Am nächsten Tag wird hinter den Bohlen, die die Fassade bilden, die sogenannte Luftschicht eingebaut. Passgenau gelieferte Streifen aus OSB-Holzplatten werden angebracht.
OSB Streifen
Der eine schraubt mit dem Akkuschrauber, der andere hält die OSB-Streifen. Mit zwei Mann ist auch diese Arbeit schnell vergessen.
Windsperr Folie
Nun wird die Windsperr-Folie stramm über die OSB-Streifen gespannt und festgetackert. Somit entsteht zwischen Bohlen und Windsperre eine isolierende Luftschicht.
Spezialklebeband
Damit die Winddichtigkeit gewährleistet ist, werden die Stöße der Folie sorgfältig mit einem im Lieferumfang enthaltenen Spezialklebeband abgeklebt. Als untere Abklebung wird ein Dafa-Butylband eingebaut (nicht im Foto).
Verschraubung der Blockbohlen
Das tragende Ständerwerk wird aufgestellt. Dank passgenauer Vorfertigung geht auch die Verschraubung mit den Blockbohlen schnell vonstatten.
Einbau der Rähme
Natürlich sind auch die oberen Aussparungen im Ständerwerk schon vorgefertigt. Sie dienen als Auflager für die sogenannten Rähme, also die horizontal einzubauenden Balken.
Kerto-S Rähmholz
Und hier liegen sie - die Rähme. Hersteller Sweethome verwendet dafür das innovative Kerto-S Rähmholz.
Doppelter Ständer
Die Rähme werden nun verschraubt und da, wo die Stöße sind, lagern die Rähme auf einem doppelten Ständer.
Einbau Dachbinder
Nach wenigen Stunden Arbeit am zweiten Tag kann sich das Ergebnis sehen lassen. Nach einer kurzen Pause werden die Dachbinder aufgebaut.
Standard Dachneigung
Bei einer Standard-Dachneigung können die Binder von Hand aufgestellt werden. Bei größeren Bindern empfiehlt sich der Einsatz eines Krans.
Dachstuhl
Die einzelnen Elemente des Dachstuhls sind ebenfalls präzise vorgefertigt. Das Richten geht dadurch auch für den Laien problemlos von der Hand.
Richtfest
Der Tag geht zur Neige, der Dachstuhl ist gerichtet und ein Richtfest muss natürlich auch gefeiert werden. Das fand aber in einer Gaststätte statt.
Dachfolie
Der dritte Tag: Auf dem Dachstuhl wird die Dachfolie ausgebracht, die Konterlattung angeschlagen und ebenfalls die Dachlatten.
Eindecken des Daches
Nun folgt das Eindecken des Daches. Hier muss der Selbermacher aber gut überlegen, ob er schwindelfrei und trittsicher ist oder ob er nicht doch einen Dachdecker hinzuziehen sollte.
Innenwände
Zeitgleich werden die Innenwände aufgestellt. Und die Gefache der Innenwände werden ebenso wie die der Außenwände mit Dämm-Material ausgefüllt, nachdem zuvor die Installationsleitungen eingebaut worden sind.
Gipskartonplatten
Die offenen Seiten der Innen- und Außenwände müssen jetzt nur noch mit Gipskartonplatten geschlossen werden. Nach dem Abspachteln der Stöße kann tapeziert werden...
Das Haus ist fertig
Das Haus steht, es hat sogar wieder geschneit. Das neue Dach trägt seine erste Schneelast. Die vorgefertigten Fenster wurden eingesetzt, die Familie kann einziehen.
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 13.05.2008
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