Trendhäuser im Kommen: neue Optik braucht das Land

Seit den 90-er Jahren hat sich was getan bei den Fertighäusern. Die bewährten und landestypischen Häuser mit Satteldach, Steildach oder Walmdach werden nach wie vor gebaut, aber alle Hersteller bieten inzwischen Häuser in neuer, moderner Optik an, wobei fünf gestalterische Schwerpunkte zu setzen sind. Es geht um Fertighäuser mit Pultdach, um Fertighäuser mit versetzten Pultdächern, um Fertighäuser mit integrierten Wintergärten, um Fertighäuser mit Zwerchgiebeln, um Fertighäuser mit überdachten Balkonen, um Fertighäuser im mediterranen Stil und um Fertighäuser in individuellem Design.

Das Fertighaus mit Pultdach bringt erheblichen Raumgewinn

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Pultdachhäuser sind fast immer Häuser mit zwei Vollgeschossen. Anders als beim typischen deutschen Eigenheim mit seiner eineinhalbgeschossigen Bauweise muß der Bewohner des Obergeschosses seine Möbel also nicht der Dachschräge anpassen und seinen Kopf braucht er auch nicht einzuziehen. Diese Bauweise ohne Dachschräge bringt erheblichen Raumgewinn und das Pultdach bietet sich, wenn es in günstiger Himmelsrichtung liegt, geradezu als Solardach an. Das Foto links zeigt den Haustyp „Petra“ des Herstellers Dammann, rechts den Haustyp „Frankfurt“ des Herstellers Helma. Diese Haustypen verfügen - wie viele andere Pultdachhäuser - über bodentiefe Fenster.

Fertighäuser mit versetzten Pultdächern sind echte Highlights

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Fertighäuser mit versetzten Pultdächern sind echte Hingucker. Alles, was im vorherigen Absatz über Pultdachhäuser gesagt wurde, gilt im Prinzip auch für diesen Haustyp. Was die Energiegewinnung durch Sonnenstrahlen betrifft, haben die beiden in unterschiedliche Himmelsrichtungen geneigten Dachflächen sogar Vorteile - am Vor- oder am Nachmittag fängt eines der beiden Solardächer immer die Sonne ein. Natürlich sind Häuser mit versetzten Pultdächern teurer als solche mit einfachen Pultdächern. Häufig auch mit versetzten Ebenen gebaut, bieten sie aber ein Mehr an Individualität und Wohngefühl. Das Foto links zeigt das Haus „Plan 417.7“ von Schwörer mit Vordach für den Freisitz, mit bodentiefen Fenstern und heller Holzfassade. Rechts ein im Kundenauftrag und in moderner Fachwerkbauweise erbautes Haus des Herstellers Huf.

Das Fertighaus mit integriertem Wintergarten liegt voll im Trend

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Deutschland liegt nicht am Mittelmeer - und auch dort ist es in den Wintermonaten stürmisch und regnerisch. Die Architekten der Fertighausanbieter haben den Trend zum Wintergarten längst erkannt und bieten hunderte Haustypen mit integrierten Wintergärten an. Die Wintergärten sind also nicht angebaut, sondern von vornherein in den Baukörper einbezogen und unter einem gemeinsamen Dach gelegen - meistens unter einem „abgeschleppten“ Dach als Teil eines Schleppdaches, das sich in seiner reinsten Ausführung vom Dach bis zum Erdboden „schleppt“. Links ist zu sehen der Haustyp „RTL II - Sonderedition Hauslinie 1G (Variante 3)“ von Massa Haus, rechts der Haustyp „Top 245“ des Hersteller Büdenbender.

Das Fertighaus mit Zwerchdach oder Zwerchgiebel

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Was ist ein Zwerchdach? Wenn man sich die beiden Fotos ansieht, weiß man es sofort (oder auch wieder nicht). Grundsätzlich ist das Zwerchdach eine Dachform mit quer zum Hauptdach verlaufendem Giebel, der allerdings nicht bis zum First des Hauptdaches hochgezogen worden ist. Ein gutes Beispiel dafür ist der Haustyp Satteldach Klassik 144 von LUXHAUS (links), wobei dieses Haus auch dadurch auffällt, dass es einen integrierten Wintergarten hat. Beim Haustyp „Sunrise L“ von Rensch (rechts) erreicht das Zwerchdach in der Form eines Tonnendachs aber den Giebel des Hauptdaches und wäre damit in der Architektensprache ein Kreuzdach. Dennoch spricht man in der Branche allgemein von Zwerchdächern oder Zwerchgiebeln, die sich steigender Beliebtheit erfreuen, weil sie den Baukörper auflockern und zusätzlichen Wohnraum bieten.

Regensichere Sache: Das Fertighaus mit überdachtem Balkon

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Eine Mietwohnung mit Balkon ist in Deutschland immer teurer und beliebter, als eine ohne Balkon. Der Hausbesitzer hat zwar einen Garten, braucht also eigentlich keinen Balkon und könnte mit einer Terrasse auskommen. Aber dennoch hängt das Herz der Deutschen an ihrem Balkon - und die Fertighaushersteller bieten Balkone vor allem in der überdachten, also regensicheren Variante an und zum Teil auch als „umlaufende Balkone“, die über zwei aneinander grenzende Giebel laufen. Weit überkragende Dächer - ganz gleich, ob Steil- oder Pultdach - sind die Voraussetzung für regensichere Balkone. Hersteller Weiss hat seinen Haustyp „Poing“ (links) nicht nur mit einem überdachten Balkon, sondern auch mit einem erkerförmigen Zwerchgiebel ausgestattet. Der Haustyp „Lichtenau“ von Fertighaushersteller Keitel (rechts) hat weit überkragende Dächer, der Balkon ist also gut geschützt. Das versetzte Dach „behütet“ im Übrigen einen großen Wintergarten.

Fertighäuser im mediterranen Stil: südlicher Charme in deutschen Landen

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Wenn man den Klimaforschern glauben darf, dehnt sich die Mittelmeerklima immer weiter nach Westeuropa aus. Die Sommer werden heiß, der Schnee verschwindet, im Winter ist es nass und stürmisch. Auf diese Bedingungen haben sich die Baumeister der südlichen Länder seit alters her eingestellt. Überdachte Terrassen, die die Sonne fern halten und Zeltdächer (oder Walmdächer) mit geringer Neigung, die dem Wind wenig Angriffsfläche bieten. Hinzu kommen Putzfassaden in pastelliger Farbgebung und natürlich Marmorböden, unter denen (in Deutschland) eine Fußbodenheizung liegt. Natürlich sind „deutsche Mittelmeerhäuser“ nach allen Anforderungen der EnEV gedämmt wie die „Villa Sitges“ (links) des Herstellers Hanse Haus oder der Hautyp „Toskana“ von Gussek (rechts).

Das Designerhaus oder das Fertighaus in individuellem Design

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Häuser werden von Architekten entworfen, nicht von Designern. Allerdings sind viele Architekten (auch) zu Designern mutiert wie etwa der Stararchitekt Sir Norman Foster. Über die Frage, was Design ist und was nicht, kann man wochenlang streiten. Im Bereich der Architektur wird als Designerhaus ein Haus mit einem klar („glatt“) strukturierten Baukörper mit vielen Fensterflächen verstanden, wie etwa am Haustyp „Terra 2“ des Herstellers Baufritz (links) deutlich zu erkennen ist. Vorbild für viele Designerhäuser ist der Bauhaus-Baustil der späten 20-er Jahre des vorigen Jahrhunderts, wie es etwa Hersteller Meisterstück mit diesem „KfW 60-Haus im Bauhaus-Stil“ (rechts) bestätigt. Natürlich gibt es Designerhäuser auch mit „Rundungen“, die gab es sogar bei den Puristen aus der Bauhaus-Zeit, aber sie sind die Ausnahme. Die Architekten der Fertighausfirmen entwerfen natürlich auch Häuser in individuellem Design, wobei individuelle Planung bei vielen Herstellern hoch im Kurs steht.


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