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Das Passivhaus der Familie Molnar: "Komfortgewinn"
Warum denn bauen wie vor hundert Jahren?", fragte sich Dr. Stefan Molnar und ließ für seine Familie ein Passivhaus ohne
konventionelle Heizung errichten. "Die absolut richtige Entscheidung" findet heute auch Ehefrau Simone, die anfangs etwas skeptisch gewesen
war. Das individuell geplante Einfamilienhaus wurde exakt auf das nur 16 Meter breite Hanggrundstück "zugeschnitten".
Vor mehr als zehn Jahren hatte Dr. Molnar erstmals einen Artikel über Passivhäuser gelesen, für deren minimalen Heizwärmebedarf keine übliche Heizanlage notwendig ist. "Das innovative Konzept hat mich einfach fasziniert", berichtet der 45-Jährige, und so befasste er sich im Vorfeld der eigenen Hausplanung eingehender mit dem Thema. Was er hörte und las, überzeugte zunächst ihn und dann auch seine Frau, die sich "ein Haus ohne Heizung nicht so richtig vorstellen" konnte. Heute weiß die Dipl.-Betriebswirtin (FH), "es ist ein rundum angenehmes Wohnen". Dabei freut sie sich besonders über die sehr ausgeglichenen Temperaturen im ganzen Haus, was sich vor allem auch in den Übergangszeiten positiv bemerkbar mache. "Traumhaft", nennt Ehemann Stefan das und verweist auf den "echten Komfortgewinn". Über ein einfaches Display gibt er im Winter einfach 21 Grad Raumtemperatur vor - im Sommer wird auf "Kühlung" gestellt. Das ist die ganze "Aktion", damit man winters und auch selbst im heißesten Sommer angenehme Temperaturen im Haus hat. Seriös und bauherrenfreundlichGebaut haben Molnars mit SchwörerHaus, einem Unternehmen, das ihre so genannte "Frischluft-WärmeGewinnTechnik" bereits seit über 20 Jahren einbaut und inzwischen schon eine große Anzahl Passivhäuser realisiert hat. "Eine erfahrene, seriöse Firma" war dem Bauherrn sehr wichtig, denn bei allem Innovationsgeist hatte er "beim Hausbau keine Lust auf Experimente". Den Hausbau selbst erlebten die Eheleute völlig entspannt als Zuschauer, wobei ihre Erwartungen "eindeutig übertroffen" worden seien. Das Einfamilienhaus wurde in kürzester Zeit errichtet und schlüsselfertig ausgebaut. Obwohl architektonisch anspruchsvoll gestaltet, fügt sich der lang gestreckte, zweigeschossige Baukörper harmonisch in die bestehende Bebauung ein. Auf "Schnickschnack" hat die Bauherrschaft bewusst verzichtet. "Wir wollten einfache, klare Formen", sagt der Bauherr, einen schlichten Baukörper mit Satteldach - nur eben in modernem Design mit neuester Bau- und Haustechnik. Mehr LebensqualitätNeben der automatischen Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung aus der abgesaugten Raumluft garantiert eine Kleinstwärmepumpe Behaglichkeit selbst bei strengem Frost. Damit wird bei Bedarf auch die Trinkwassererwärmung unterstützt, für die überwiegend eine Thermosolaranlage auf dem Dach sorgt. Als zusätzlicher Komfortbaustein erweist sich die pollen- und staubfrei einströmende Frischluft, was vor allem Allergiker aufatmen lässt. "Ein Zugewinn an Lebensqualität" meint Simone Molnar, von dem auch ihre Schwester sowie ihre Mutter, beide von Heuschnupfen geplagt, bei Besuchen profitieren. Fazit: Die Bauherrschaft ist sich sicher, mit dem zukunftsweisenden Passivhaus die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Denn bei allem Komfort hat man einen dauerhaft minimalen Heizenergieverbrauch, der sich frei von jeglichen fossilen Brennstoffen decken lässt. Und auch "der Öko-Seele tut´s auf jeden Fall gut", weiß der Hausherr, der sich ansonsten ganz und gar nicht als "Öko-Freak" bezeichnet. |
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