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Heizsysteme im Überblick - welche Heizung darf es sein?

Ölbrennwertkessel COB von Wolf Brennwert-Technik, Solaranlagen, Pellets- und Holzkessel oder Wärmepumpen - die Palette möglicher Heizsysteme ist heute breiter denn je. Bei Neubau oder Heizungssanierung hat der Bauherr die Qual der Wahl: "Welche soll ich nehmen: Die mit den niedrigsten Investitionskosten, die mit den geringsten Folgekosten bzw. Energiekosten oder doch lieber eine besonders umweltfreundliche Heizung?" Ginge es allein um die Anschaffungskosten, fiele die Entscheidung leicht:
Gas- und Ölkessel haben hier mit 6.000 bis 8.000 Euro Neupreis die Nase vorn. Alternative Holzpelletsheizungen und Wärmepumpen verschrecken dagegen Interessenten mit hohen Investitionskosten. Für eine Luft/Wasser-Wärmepumpe zahlt man schnell 20.000 Euro, Pelletsanlagen sind kaum günstiger zu haben.

Mit der Sonne heizen spart 30 Prozent Energie

Jedes moderne Heizsystem lässt sich mit Solarunterstützung optimieren. Durch die Montage von sechs bis acht Quadratmeter Kollektorfläche kommen auf den Bauherren nochmals über 6.000 Euro Investitionskosten zu. Diese Kollektorfläche reicht aus, um ein Einfamilienhaus mit Warmwasser zu versorgen. Soll zusätzlich mit Sonnenwärme geheizt werden, wird eine drei- bis vierfache Kollektorfläche benötigt. Eine solare Raumheizung hat ihren größten Nutzen in der Übergangszeit, also im Frühjahr und Herbst. Bei einem gut wärmegedämmten Haus können 20 bis 30 Prozent des Öl- und Gasbedarfs für Heizung und Warmwasser eingespart werden.

Brennstoffkosten im Auge behalten

Wärmepumpe Golf Maxi von Ochsner Neben den reinen Investitionskosten müssen auch die Brennstoffkosten beachtet werden. Hier weiß man natürlich nicht, in welche Dimensionen sie sich noch entwickeln werden, doch im Februar 2008 zahlte man für eine aus Heizöl oder Erdgas gewonnene Kilowattstunde Energie etwa sieben Cent. Geht man bei einer 100 m² -Wohnung von einem jährlichen Energiebedarf von 20.000 Kilowattstunden aus, kostet die Energie im Jahr 1.400 Euro. Eine Altanlage (Heizöl) aus dem Jahr 1980 hat in der gleichen Wohnung einen Jahres-Energiebedarf von etwa 26.000 Kilowattstunden, was zu jährlichen Kosten von 1.960 Euro führt.

Bei Pelletsheizung und Luft/Wasser-Wärmepumpe ist
die Differenz zwischen den Heizkosten alt und neu noch größer, was die höheren Investitionskosten relativiert. Wieder auf eine 100 Quadratmeter-Wohnung bezogen, benötigt eine Luft/Wasser-Wärmepumpe jährlich 7.800 Kilowattstunden verbilligten Spezialstrom, der bei günstigen Bedingungen 14 Cent pro Kilowattstunde kostet. Aufs Jahr gerechnet muss der Hausherr damit 1092 Euro für seine Heizenergie zahlen. Noch etwas günstiger wird es bei der Pelletsheizung und bei einem heutigen Preis von 4,5 Cent pro gewonnener Kilowattstunde Energie. Bei einem jährlichen Bedarf von 23.400 Kilowattstunden, zahlt der Heizungsbesitzer jährlich 1050 Euro für seine Heizenergie.
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 06.07.2008
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