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Das Fertighaus aus heutiger Sicht
Wer sich für ein eigenes Haus interessiert, hat in aller Regel keine Erfahrung im Bauwesen. Die Anpreisungen der Makler, Bauunternehmer
oder Fertighaus-Hersteller prasseln auf ihn nieder und jeder lobt sein Haus über den grünen Klee und verteufelt mehr oder weniger geschickt
die Konkurrenz. Der Makler preist selbst ein feuchtes Gewölbe noch als Liebhaber-Objekt. Der Fertighaushersteller fragt mit hochgezogenen
Augenbrauen denjenigen, der einen massiven Neubau will: "Wollen Sie wirklich in ein feuchtes Haus einziehen?", eingedenk dessen, dass beim
Massivbau tatsächlich einige tausend Liter Wasser vermauert werden. Und der Massivbauer setzt allem die Krone auf, indem er in düsteren Farben
die Haltbarkeit der Fertighäuser anzweifelt.
Lassen Sie
sich nicht irre machen! Jede Bauweise hat ihre Vor- und ihre Nachteile. Sicher ist aber: Alle Häuser, die in Deutschland gebaut werden, müssen mit
bauamtlich genehmigten und geprüften Materialien errichtet werden. Und für jedes Haus muß ein Bauantrag samt Statik eingereicht werden, der von der
örtlichen Behörde gründlich geprüft wird. Ohne anschließende Baugenehmigung kein Neubau - das gilt auch für Fertighäuser.
Das Fertighaus ist im Prinzip ein Haus, dessen Fassaden und Innenwände in einer Werkhalle errichtet und auf der Baustelle zusammengefügt werden. Beim klassischen Fertighaus bestehen die tragenden Elemente aus einer Holzkonstruktion, meistens handelt es sich um den Holzrahmenbau, der mit dem Fachwerkbau eng verwandt ist. Die Balken aus Konstruktionsvollholz werden beidseitig mit Platten unterschiedlicher Art beplankt, zwischen die Platten kommen die Elektro- und Versorgungsleitungen und vor allem die Dämmstoffe. Fertighäuser haben extrem niedrige U-Werte, sie sind also Energiesparer. Die Bautechnik entwickelt sich aber weiter. Als Fertighaus bezeichnet werden müssen heutzutage auch massive Bauweisen, bei denen die Wände und Decken in einem Herstellerwerk vorgefertigt werden. Und bei den Bauten aus Leichtbausteinen, insbesondere solchen aus Porenbeton, werden die einzelnen "Steine" auch immer größer, so dass sich aus vorgefertigten Elementen in wenigen Tagen ein Haus errichten läßt. Im weitesten Sinne kann auch diese Bauweise dem Fertigbau zugeordnet werden. Das Ausbauhaus
ist im Prinzip ein klassisches Fertighaus, bei dem der Bauherr bestimmte Ausbauten selbst vornimmt. Aber auch Massivbauer bieten inzwischen solche
Varianten an. Holzhäuser sind Fertighäuser, die ebenfalls im Werk produziert werden, bei denen aber der Holzanteil (insbesondere bei der
Fassadenverkleidung) besonders hoch ist. Bei Wohnblockhäusern sind die Bohlen oder Baumstämme werkseitig vorgefertigt und werden auf der Baustelle
nur noch zusammengefügt. Im weiteren Sinne müssen auch diese der Fertigbauweise zugeordnet werden.
Bausatzhäuser oder Selbstbauhäuser werden Stein auf Stein gemauert, sie sind also keine Fertighäuser, werden aber in unserem Portal ebenfalls vorgestellt als preiswerte Alternative, um ein Eigenheim zu erlangen. Auch Stein auf Stein gemauerte Häuser großer Anbieter, die genau wie die Fertighaushersteller typisierte Häuser herstellen und diese dem Hauskäufer fix und fertig übergeben, sind in unserer Website vertreten. Für diese Häuser hat unser Mutter-Portal www.fertighaus.de wir den Begriff des Systemhauses geprägt. Wenn man weiß, dass ein großer Hersteller klassischer Fertighäuser inzwischen auch Stein auf Stein gemauerte Häuser aus Porenbetonsteinen anbietet, dann merkt man, dass der Markt in Bewegung geraten ist und der Begriff Fertighaus in einem umfassenderen Sinn verstanden werden muß. Dieses Portal www.fertighaus.info führt zu den Anbietern typisierter Häuser in unterschiedlichen Herstellungsverfahren. Alle diese Häuser unterscheiden sich vom individuellen Neubau dadurch, dass Planung und Statik vorliegen, dass diese Haustypen vielfach als Musterhäuser besichtigt werden können und dass Preisvorteile gegenüber der individuellen Massivbauweise zu verzeichnen sind, die vielen Menschen erst das eigene Heim ermöglichen. |
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