Die verschiedenen Fassaden beim Fertighaus

Die Fassade ist - neben dem Dach - der Teil eines Hauses und natürlich auch eines Fertighauses, der am meisten auszuhalten hat. Denn die Fassade ist Wind, Regen, Schnee und vor allem dem Sonnenlicht ausgesetzt. Kein Wunder, dass die Fertighaushersteller sich besondere Mühe geben, die Fassaden ebenso gefällig wie witterungsresistent herzustellen. Die im Fertigbau meist verbreitete Fassade ist nach wie vor die Putzfassade - das ist auch im herkömmlichen Naßbau nicht anders, obwohl in manchen Gegenden die verklinkerte Fassade überwiegt. Stark im Kommen sind jedoch auch die Fassaden mit einer Holzverschalung. Man denkt dabei an die Vorbilder aus Skandinavien und spricht in diesen Fällen gerne weniger von einem Fertighaus, als von einem Holzhaus. Schauen wir uns einmal an, welche Fassaden bei den Fertighäusern üblich bzw. möglich sind.

Bei den Putzfassaden bringt Farbe Leben in die Landschaft

Putzfassade Fino300

Bei einem klassischen Fertighaus wird das Holzständerwerk mit der dazwischen liegenden Dämmung nach außen hin mit einer Holzfaserdämmplatte geschlossen. Diese bildet sozusagen die „Rohfassade“. Auf die Dämmplatte wird nun ein Armierungsgewebe aufgebracht und auf dieses Armierungsgewebe der Grundputz. Nun kommt als letzte Schicht der Edelputz auf den Grundputz. Die beiden Putze tragen auch zur Wärmedämmung bei, haben aber vor allem die Aufgabe, das Haus vor Witterungseinflüssen zu schützen. Während weiße Putzfassaden lange Jahre selbstverständlicher Standard waren, sind inzwischen die Farbtöne des Häuserbaus aus dem Mittelmeer-Raum sozusagen in den hiesigen Putz vorgedrungen. Die Fertighaushersteller bieten eine breite Farbpalette von pastelligen bis kräftigen Farbtönen an. Saharabeige und Terracotta, aber auch ein dunkles Rot sind ausgesprochen trendy.

Die Putzschicht wird komplett im Werk aufgebracht. Das hat den Vorteil, dass die Außenwände bei jedem Wetter aufgestellt werden können und nicht erst Sonnenschein abgewartet werden muß, damit die Putzer gute Arbeitsbedingungen haben. Der Laie fragt sich natürlich, was mit den Stößen, also den Fugen zwischen zwei Wandelementen geschieht. Die Wandfugen werden mit dauerelastischen Dichtungsmassen verschlossen und glatt gestrichen. Anschließend wird auf das noch feuchte „Dichtungsband“ ein sandartiges Granulat gestreut in derselben Optik wie der Putz. Die „Nahtstellen“ sind also nicht mehr sichtbar. Das Foto zeigt ein Haus mit Putzfassade von FingerHaus.

Holzfassaden im Skandinavien-Look werden immer beliebter

Wer sich in den deutschen Neubaugebieten umsieht, stellt erfreut fest, dass die Architektur lebendiger geworden ist und die Fassaden (siehe vorheriger Absatz) farbenfroher. Zu dieser neuen Farbigkeit tragen auch die Holzhäuser bei, die inzwischen von den meisten Fertighausherstellern angeboten werden und die vielfach im Skandinavien-Look entworfen worden sind. Die Holzfassaden sind beispielsweise blau mit weißen Blenden oder sie weisen das berühmte „Schwedenrot“ auf.

Putzfassade Jakob

Auch diese Holzfassaden werden im Werk vorgefertigt, wobei im Werk auch die Farblackierung oder die Lasur aufgebracht wird. Und natürlich gibt es auch hier eine Fuge zwischen zwei aufeinander stoßenden Außenwänden. Diese wird üblicherweise durch ein hölzernes Eckprofil geschlossen, das auch in einer anderen Holzschutzlackierung ausgeführt werden kann, was zu einer Auflockerung des Baukörpers beiträgt. Die farbig lackierten Paneele bestehen meistens aus Fichtenholz, die lasierten Paneele aus Douglasie. Unser Foto zeigt ein Holzhaus von 81FÜNF Hauskonzept.

Wer sich über Holzfassaden näher informieren will, für den hält das Portal www.baumarkt.de eine interessante Information bereit.

Die Klinkerfassade am Fertighaus

Putzfassade Yorkhaus

Nun gibt es aber Gegenden, in denen verklinkerte Fassaden landschaftstypisch sind - also in Norddeutschland, in Westfalen, am Niederrhein. Die örtlichen Baubehörden können in Neubaugebieten schlichtweg verputzte Fassaden oder Holzfassaden gar nicht erst zulassen. Also muß ein Fertighaus her mit Klinkerfassade, die allerdings nur von sehr wenigen Herstellern angeboten wird. Solche Klinkerfassaden bestehen aus echten Ziegelsteinen, allerdings den schmalen, kleinen, die man als Riemchen bezeichnet. Diese werden im Herstellerwerk in eine Hartschaumplatte verpresst, die dann auf die äußere Holzfaser- oder Holzspanplatte der Ständerkonstruktion aufgeschraubt wird. Wo Außenwand an Außenwand stößt, werden Ecksteine verbaut, so dass die Außenwand die perfekte Optik einer Klinkerfassade und zusätzlich eine weitere Wärmedämmung bietet. Unser Foto zeigt ein Haus mit Klinkerfassade und Fachwerk im Dachgeschoß, Hersteller Haacke-Haus.

Die Glasfassade am Fertighaus

Fassade Bungalow

Etwa zwei Dutzend Hersteller stellen Fertighäuser her, die man als moderne Fachwerkbauten bezeichnet. Zwischen der klassischen Tragekonstruktion eines Fachwerkhauses, nämlich Schwelle, Rähm und Ständern, befinden sich statt einer Ausmauerung große Glaselemente. Die riesigen Glaselemente und Fenster verfügen natürlich über eine Dreifachverglasung, wobei die eingebauten Glasscheiben nahezu Wunderwerke der Flachglasindustrie sind. Denn sie lassen im Sommer allzu große Hitze draußen, sind im Winter aber „Wärmegewinnfenster“. Nur so ist es auch möglich, dass Fertighäuser mit Glasfassaden ohne weiteres alle gesetzlichen Anforderungen an die heutigen Dämmwerte erreichen. Unser Foto zeigt ein Haus des Herstellers Platz-Haus.

Kombinationsfassade am Fertighaus

Fassade Karlsruhe

Die Architekten sind mutiger geworden, insbesondere die, die für Fertighaushersteller arbeiten. Das betrifft nicht nur Hausentwürfe mit versetzten Pultdächern oder solche im Neo-Bauhaus-Look. Es betrifft speziell auch die Fassaden, die nicht nur farbig abgesetzt werden, sondern auch aus verschiedenen Materialien bestehen können. Diese Kombinationsfassaden können teilweise eine verputzte, teilweise eine Holzfassade aufweisen, was irgendwie aufregend wirken kann. Auch Kombinationen wie „unten Klinker“, „oben Holz“ sind nicht nur denkbar, sondern auch real. Dieses Haus des Herstellers Europassivhaus bietet gleich dreierlei trendige Aspekte: versetztes Pultdach, Fassade sowohl mit Holzverschalung als auch mit Edelputz.


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