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Erfahrungsbericht: Seit 1973 leben in einem FertighausFertighaushersteller und Hersteller von Massivhäusern gehen nicht gerade glimpflich
miteinander um. Da der Anteil der Fertighäuser am gesamten Bauaufkommen im privaten Eigenheimbau ständig steigt
und sich der 20 %-Marke nähert, verwundert es nicht, wenn "Nassbauer" - so die Bezeichnung der Fertighaushersteller
für die Konkurrenz - am Fertigbau kein gutes Haar lassen und insbesondere immer wieder auf angeblich negative
Beispiele aus der Pionierzeit des Fertigbaus in Deutschland verweisen.
Anlaß genug für die Redaktion von fertighaus.info, einmal einen Hausbesitzer zu besuchen, der sein Fertighaus 1973 gebaut hat. Hausbesitzer Gottlieb Fuchs (Name von der Redaktion geändert) wohnt im Badischen in der Nähe von Heidelberg, von Beruf ist er Lehrer - inzwischen (2006) aber pensioniert. An Gottlieb Fuchs kann es gewiß nicht gelegen haben, dass Deutschland ausstirbt, denn Ehefrau Anne brachte fünf Söhne und eine Tochter auf die Welt, die inzwischen alle erwachsen sind und "Pension Mama" verlassen haben. ![]() ![]() Das Haus der Eheleute Fuchs im Jahr 1973 gleich nach dem Einzug
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Das Haus der Eheleute Fuchs im Jahr 2006. Es ist längst schön "eingegrünt", das Dachgeschoß wurde 1988 ausgebaut
Winkelbungalow am HangDoch zurück in das Jahr 1973. Auf einem Hanggrundstück von ca. 1.000 qm Größe wurde ein Winkelbungalow mit 132 qm Wohnfläche errichtet. Die beiden oberen Fotos zeigen das Haus unmittelbar nach dem Einzug der jungen Familie mit damals drei kleinen Kindern. Als vorteilhaft erwies sich die Hanglage. Das Kellergeschoß ist zur Straße hin nur Keller mit Garagenzufahrt, zum Hang hin jedoch ein vollwertiges Erdgeschoß mit Ausbaumöglichkeit. Da der Klapperstorch wieder angeflogen kam und die drei Kinder größer geworden waren, wurden 1980 in das Erd- bzw. Kellergeschoß zwei Schlafzimmer und ein Bad eingebaut. 1988 stand die nächste Ausbaustufe an. Das Walmdach wurde ausgebaut, drei Gauben eingebaut. Es entstanden somit drei weitere Schlafräume bzw. Kinder- oder Jugendzimmer - und die Wohnfläche kam damit von 132 qm auf weit über 200 qm - Platz also für eine achtköpfige Familie. Wie das Leben so ist: Aus Kindern werden Erwachsene, die ihre eigenen Wege gehen. Nun leben Anna und Gottlieb Fuchs in einem für zwei Personen reichlich großen Haus. Sie überlegen, ob sie das Keller- bzw. Erdgeschoß zu einer Einliegerwohnung umbauen oder das Haus ganz verkaufen und nach Heidelberg umziehen, wo die Wege zum nächsten Supermarkt näher sind und auch mehr Kultur geboten wird, als in ihrem kleinen Dorf. Alte Fertighäuser unbedenklichDass Fertighäuser "der ersten Stunde" bedenklich sein sollen, weil angeblich damals "überall" gesundheitsgefährdende Baustoffe verarbeitet wurden, weist Gottlieb Fuchs in das Reich der Legende: "Meine Kinder sind alle kerngesund und keiner meiner Söhne ist unter 1,90 m." In diesem Moment fährt ein PKW vor. Gottlieb Fuchs erkennt schon am Motorengeräusch, wer sich da nähert: "Da kommt unser Größter, der hat es auf 1,98 m geschafft." Und in der Tat sieht der 30-jährige Mann, der seine Eltern besuchen kommt, keineswegs kränklich, sondern eher danach aus, als wolle er gleich mit einem der Klitschkos in den Ring steigen. |
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